Wohin denn jetzt mit den LKW?

Wohin denn jetzt mit den LKW?

Ein Kommentar

Mal im Ernst: Würden an anderen Straßen der Stadt ebenfalls derat penibel Emissionswerte gemessen wie an der Stapenhorststraße, dann würden dort höchstwahrscheinlich auch ganz schnell LKW-Verbote ausgesprochen. So aber haben nun die Anwohner im Westen das Glück bzw. die zuständigen Verkehrsplaner und -politiker das Pech, dieses umzusetzen.

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Vorschlag vom Amt für Verkehr: Die durchgezogene, rote Linie steht für das Verbot, davor und danach gibt es Hinweisschilder.

Erst spät hatte die Bezirksregierung reagiert (der Luftreinhalteplan gilt seit Januar 2014, siehe Artikel hier) und der Stadtentwicklungsausschuss lange nicht getagt. Nun sah sich die Bezirksvertretung Mitte mit den Umleitungs-Vorschlägen des Amtes für Verkehr konfrontiert. Und diese Vorschläge sorgten aufgrund ihrer räumlichen Enge für einige Befremdung. Es wäre ja zu schön, wenn weniger Verkehr und sauberere Luft entlang der Straße wäre. Aber die Alm will auch weiter beliefert werden. Oder das Franziskus-Hospital. Oder die Oetker-Halle usw. usf.

So sollte das Fahrverbot für LKW über 20 Tonnen nur in dem Bereich zwischen Melanchthonstraße und Kiskerstraße/Goldbach gelten. Und das ist ein wirklich kurzer Abschnitt (siehe Grafik).

Aber es ist ja nicht nur so, dass dieser Straßenabschnitt recht kurz ist. Diese Auswahl hätte nämlich zur Folge, dass die LKW-Fahrer – besonders die ortsunkundigen – sich stattdessen Wege durch die Wohngebiete suchen würden.

Weit davor aufgestellte Verbotsschilder hält die Verwaltung für problematisch. Engpässe an der Babenhauser Straße, eine verkehrsberuhigte Großdornberger Straße sei verkehrsberuhigt und der künftige Umbau der Voltmannstraße 2015/2016 lassen keine Alternativen zu. Auch die Jöllenbecker Straße…, naja, den bisherigen, schweren Verkehr darauf kennen wir ja bereits.

Fragen über Fragen. Bei diesem Thema möchte man kein Entscheidungsträger sein. Am 21. Oktober tagt der Stadtentwicklungsausschuss. Und erst dort soll über das LKW-Verbot endgültig entschieden werden. Wir sind alle mal gespannt, was daraus wird.

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