Der Siggi-Spielplatz wird umgebaut

Der Siggi-Spielplatz wird umgebaut

Ursprünglich hatte der Verein „Rund um den Siggi“ eine andere Idee. 7.000 Euro wollte er für ein Spielgerät auf dem Siggi-Spielplatz spenden, für eines, das für Kinder unter drei Jahren geeignet ist – „gerne auch eines mit Wasserpumpe“. Allerdings wären für die Umgestaltung weitere 10.000 Euro nötig gewesen, hatte dafür einen Antrag bei der Bezirksvertretung Mitte (BZV Mitte) gestellt und lange Zeit nichts gehört.

Die Umgestaltung kommt jetzt trotzdem und auch umfangreicher – wenn auch ohne Wasser. Die BZV Mitte stimmte in ihrer Sitzung am Donnerstag, 9. Juni, einstimmig einem Vorschlag des Umweltbetriebs zu, der viele Wünsche berücksichtigt. So verschwindet zum Beispiel die trennende Hecke. „Eltern springen oft auf, wenn ihre Kinder dahinter gehen, weil sie aus dem Blickfeld geraten,“ begründet dies die Planerin Heide Wißmann-Wahsner.

In der Nordecke wird die Doppelwippe durch ein Bodentrampolin ersetzt und erhält rundherum einen weicheren Fallschutzboden anstelle der Pflasterung. Im mittleren Bereich werden die Spielgeräte „Multipondo“ und das Klettergerät durch ein neues Kletterhaus ersetzt.

Der untere – von der Gastronomie aus sichtbare – Spielbereich erfährt die größte Erneuerung. Er erhält einen kompletten, weicheren Fallschutzuntergrund und neue Geräte. „Für Kleinkinder werden eine spezielle Kleinkindschaukel, ein Wipptier, sowie ein kleines Spielhaus mit Rutsche und Aufstieg aufgebaut. Ein kleiner Sandbereich soll auch ein Sandspiel in unmittelbarer Sichtbeziehung zur Gastronomie ermöglichen. An die vorhandene Hecke wird ein halbrundes Bankelement angeschlossen, das sowohl den Eltern zum Verweilen als auch den Kindern als Durchlaufsperre auf die Siegfriedstraße dienen soll,“ heißt es in der Beschlussvorlage (Entwurf siehe unten).

Finanziell möglich wird das Vorhaben durch eine Maßnahme des „Internationalen Jugend-Gemeinschaftsdiensts“ (IJGD). An dem Projekt nehmen rund 15 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern teil, die unter Anleitung und Mithilfe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umweltbetriebes den Boden modellieren, Belagsflächen erstellen, Fallschutz einbauen und Spielgeräte aufstellen. Bielefeld führt seit etwa 25 Jahren Maßnahmen mit dem IJGD durch, in allen Stadtbereichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind auf dem Halhof untergebracht und arbeiten an dem Projekt in der Zeit vom 29. August bis 16. September jeweils etwa fünf Stunden täglich arbeiten.

Hartmut Meichsner (CDU) interessierte sich für die Kosten des Umbaus. Doch Wißmann-Wahsner konnte beruhigen, dass für die IJGD-Maßnahmen von vornherein jährlich 21.000 Euro eingeplant seien. „Zwar koste der Umbau insgesamt 25.000 Euro, doch der Verein Rund um den Siggi hat sich bereit erklärt, den Rest zu übernehmen“. Der positiven Abstimmung stand damit nichts mehr im Weg.

Der Entwurf (zum Vergrößern anklicken) und hier als Download (PDF):

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