Das gefährliche Leben der früheren Postbeamten

Das gefährliche Leben der früheren Postbeamten

„Mensch: Ein lebensnaher Beitrag über das gefährliche Leben der kaiserlichen Postbeamten am Siegfriedplatz wäre auch mal was!“ schrieb gestern ein Freund. Mit dabei: Ein Foto aus dem Stadtarchiv von einem Brief, der offenbar am 19. Oktober 1914 bei der Stadt Bielefeld eingegangen ist.

Und der Inhalt des Briefs lässt wahrlich gefährliche „Übelstände“ im Arbeitsleben in der ehemaligen Poststelle vermuten:

„Bei der Postamts-Zweigstelle am Siegfriedplatz hat sich als Übelstand herausgestellt, dass an der Innenseite der 3 Zugjalousien jegliche Handhabe für den bedienenden Unterbeamten fehlt. Infolgedessen gleiten die Hände des Mannes beim Öffnen und Schließen der Jalousien leicht ab, wodurch Verletzungen der Finger und namentlich der Fingernägel hervorgerufen werden. Wir bitten ergebenst, durch Anbringen je eines Handgriffes an der Innenseite der Jalusien dem Übel abzuhelfen.“

Ob dieser „Übelstand“ behoben wurde oder nicht, konnte nicht geklärt werden. Der Postbetrieb wurde aber bis 1994 in der Bürgerwache aufrecht erhalten.

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