Zwischen Abgrund und Aufbruch

Zwischen Abgrund und Aufbruch

Heute Abend, am 6. Mai, veranstalten die Bielefelder Fan AG und der Heimat + Hafen um 19.30 Uhr einen bebilderten Vortrag mit dem Journalisten und Autor Ronny Blaschke. Der Eintritt ist frei

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Ronny Blaschke bei einem Vortrag im „Sechzehner“.

In Deutschland hat es 2014 laut der Amadeu-Antonio-Stiftung 1076 antisemitische Straftaten gegeben – ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Hetzreden auf Demonstrationen, Hakenkreuz-Schmierereien an Synagogen, Schändungen von jüdischen Friedhöfen. Auch im Fußball wird immer wieder die Meinung geäußert, dass die Judenfeindschaft verschwunden sei. Der Berliner Journalist Ronny Blaschke möchte in seinem Vortrag anhand vieler Vorfälle deutlich machen, wie sich der Antisemitismus gewandelt und verlagert hat – verschwunden war er nie. Zudem soll die Frage erörtert werden: Wie kann das Medium Sport gegen Diskriminierung wirken? Die Veranstaltung will Vergangenheit und Zukunft verbinden. Denn im Sommer finden erstmals die Europäischen Makkabi-Spiele in Berlin statt. Wo Hitler während der Olympischen Spiele 1936 sein Regime bejubeln ließ, werden nun 2000 jüdische Athleten ihre Wettkämpfe austragen. Ein Vortrag über die jüdische Sportbewegung – zwischen Abgrund und Aufbruch.

Der Journalist Ronny Blaschke beschreibt Gewalt und Menschenfeindlichkeit im Fußball: für das Deutschlandradio, die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit. Mit seinem Buch „Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ bestritt er dutzende Vorträge: in Fanprojekten, Schulen, Jugendtreffs. Für seine Arbeit wurde Blaschke mehrfach ausgezeichnet, z. B. 2013 mit dem Julius-Hirsch-Ehrenpreis des DFB.

Der Vortragstext von Ronny Blaschke kann komplett gelesen werden, im Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung. Link: http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/202637/judenhass-im-fussball

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