Zebrastreifen unwahrscheinlich

Zebrastreifen unwahrscheinlich

Ein Zebrastreifen zu beiden Seiten des Siggis, das wäre wirklich sinnvoll. Besonders an Markttagen, an denen es Fußgänger manchmal wirklich schwer haben,würden viele Leute eine solche Erleichterung begrüßen. Auch der Verein „Rund um den Siggi“ macht sich dafür bei der Stadt stark, ab wie es in seinem aktuellen Magazin im Vorwort heißt: „…aber die Mühlen mahlen langsam“. Der Vereinsvorstand „suchte deshalb nach ungewöhnlichen Mitteln, um mehr Aufmerksamkeit für das Anliegen zu gewinnen“.

Für das Titelbild des Magazins wurde dann ein Motiv im Stile des berühmten „Abbey Road“-Covers der Beatles gewählt. Von links nach rechts auf obigem Foto: Daniel Sieker, Thorsten Reim, Peter Schmidt und Klaus Stuckenbröker (Foto: Astrid Rosina Michaelis, Bildbearbeitung: Yasemin Aydogdu).

Auch Bielefelds Westliche begrüßt das Vorhaben und stellte bei der Stadt Bielefeld die Frage, wie erfolgversprechend eine Drucksolche Bitte dort sei. Denn immerhin entscheidet über derlei Dinge nicht nur die Stadtverwaltung alleine, sondern auch politische Gremien wie – wie in diesem Fall – die Bezirksvertretung Mitte (BZV Mitte).

Die Antwort aber scheint zumindest aus Sicht der Verwaltung ernüchternd. Dietmar Schlüter vom Presseamt schrieb zurück, welche Mitteilung das Amt für Verkehr für die nächste Sitzung der BZV Mitte am kommenden Donnerstag geplant hat. Zitat (Hervorhebungen von Bielefelds Westliche):

„Nach § 26 StVO, den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften und dem entsprechenden Regelwerk (R-FGÜ 2001) sollen Fußgängerüberwege in der Regel nur angelegt werden, wenn es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben, weil er sonst nicht sicher über die Straße kommt. Das Regelwerk besagt, dass „FGÜ in Tempo 30-Zonen in der Regel entbehrlich“ sind.
Die Weststraße, Siegfriedstraße sowie die Rolandstraße liegen im Bereich des Siegfriedplatzes in einer Tempo 30-Zone, so dass aus diesem Grund die Anlegung von FGÜ grundsätzlich nicht notwendig ist.
Nach Auswertung der polizeilichen Unfallstatistik der letzten 4 Jahre haben in der Siegfriedstraße und in der Weststraße keine Unfälle mit Fußgängerbeteiligung der Kategorie 1-4 (Unfälle mit Getöteten, Schwerverletzten, Leichtverletzten bzw. schwerem Sachschaden) stattgefunden.
Eine besondere Notwendigkeit zur Anlage der FGÜ liegt aus rein straßenverkehrsrechtlicher Sicht daher nicht vor.
Seitens der Straßenverkehrsbehörde besteht aufgrund der fehlenden zwingenden verkehrlichen Notwendigkeit keine Möglichkeit einen Fußgängerüberweg an den entsprechenden Stellen anzuordnen.

Die Verbesserung der Fußgängerverkehrssituation rund um den Siegfriedplatz sollte dennoch, insbesondere unter Berücksichtigung der besonderen Verkehrssituation an Markttagen, in einer Arbeitsgruppensitzung der Bezirksvertretung Mitte, mit Blick auf den noch ausstehenden Prüfauftrag aus dem Jahr 2010, behandelt werden.“

Im Klartext: Das Verkehrsamt hält am Siggi keine Zebrastreifen für notwendig. Aber es soll eine Verbesserung der Situation für Fußgänger „behandelt“ werden.

Wie das dann am Ende aussehen mag, das weiß bis jetzt noch niemand. Vielleicht gibt es ja Neuigkeiten nach der Sitzung am Donnerstag. Bielefelds Westliche bleibt dran.

Und wie sehen Sie als LeserInnen das? Eine Umfrage:

Würden Zebrastreifen am Siggi Sinn ergeben?

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