Weltmeister bei Kerzenschein

Weltmeister bei Kerzenschein

Die Sache ist geritzt und die deutsche Fußball-Elf zum vierten Mal Weltmeister. Doch besonders während der ersten Halbzeit sah das am Sonntagabend nicht immer nach dem gewünschten Titel aus. Zuversichtlich waren noch vor dem Anpfiff viele: „Wenn sie es heute nicht packen, dann nicht mehr so schnell“, sagte Richard Leonhard Steinhaus, Mitinhaber des Fringe Empire an der Siegfriedstraße, und tippte ein deutliches 4:2 für die deutsche Mannschaft. Situationen wie der Fehler von Toni Kroos und das folgende Beinahe-Tor von Higuain oder dessen – wenig später – erzieltes Abseits-Tor sorgten dann aber doch für erste Fast-Infarkte auf den Sofas und zwischen den Bücherregalen im „Fringe“.

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Fringe Empire-Wirt Stephen guckt skeptisch auf das WM-Finalspiel.

Kompagnon Stephen Connolly betrachtete das Spiel von Anfang an mit anderen Augen. Als gebürtiger Ire, dessen Nationalmannschaft an der WM gar nicht teilgenommen hatte, nahm er eine Außenposition inne, ließ die Küche des Empire erst einmal kalt und prognostizierte: „Das wird ganz knapp für die deutsche Elf. 2:1 vielleicht.“ Immerhin hatte Stephen auf seiner Liste der Favoriten von Anbeginn Argentinien mit auf dem Zettel gehabt. Und er sollte mit der knappen Vorhersage Recht behalten.

Das Kerzenlicht konnte die ein oder andere Gereiztheit der zweiten Halbzeit etwas dämpfen. Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien kann in Europa Stürme auslösen, so heißt es. Vielleicht hat ja im Gegenzug die Stimmung im Fringe Empire Mario Götze zur Besonnenheit und zum 1:0-Treffer verholfen? Wer weiß es schon so genau?

Wie dem auch sei: Deutschland ist Fußball-Weltmeister. Und das konnte man wahrlich lange nicht mehr sagen. Sagen wir’s nochmal?

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