Verkehrszähler statt Radarfallen

Verkehrszähler statt Radarfallen

Wer am Mittwochmorgen das örtliche Radio gehört hat, könnte den Eindruck erlangt haben, ab sofort würde in den West-Straßen geblitzt. Viele Autofahrer würden die neue Parksituation, die nun mehr Platz für Rettungsfahrzeuge geschaffen hat, zum Rasen nutzen. Ein Sprecher des Amtes für Verkehr habe angekündigt, dagegen mit Radarfallen zu reagieren, hieß es bei Radio Bielefeld.

So weit ist es aber noch lange nicht, wenn überhaupt. Klar ist seit Mai diesen Jahres, dass die Verwaltung geeignete Maßnahmen ermitteln will, um überhöhte Geschwindigkeiten zu unterbinden. Und um die Notwendigkeit solcher Maßnahmen zu überprüfen, will die Stadt nun Geräte aufstellen. Aber keine Radarfallen. Davon wusste das Ordnungsamt nämlich auf Nachfrage interessanterweise gar nichts.

„Wir werden Verkehrszähler aufhängen“, sagt Ralf Kleimann, Leiter der städtischen Verkehrsbehörde, gegenüber Bielefelds Westliche. Man müsse sie sich vorstellen, wie die Geschwindigkeitsanzeiger („Sie fahren 33 km/h“ o.ä.), bloß ohne Display. „Diese Geräte zählen die Anzahl der vorbeifahrenden Fahrzeuge und deren Tempo“. Es gehe erst einmal darum, „das Geschwindigkeitsniveau zu erheben“. Erst nach der Auswertung wisse das Amt dann, ob etwas getan werden muss.

„Radarfallen könne man nicht ohne Weiteres aufstellen“, sagt Kleimann. Dafür bräuchte man erst eine Grundlage. Und wie lange es dauert, bis die Stadt die nötigen Daten habe, hänge auch davon ab, ab wann das Ordnungsamt jene Geräte und das Personal zur Verfügung habe. Die Urlaubszeit erschwere den Einsatz zur Zeit vielleicht.

Ob im Anschluss Blitzer oder andere Maßnahmen zum Einsatz kommen, müsse man dann sehen. In der Mai-Sitzung der Bezirksvertretung wären auch Bodenschwellen zur Sprache gekommen. „Aber diese setzt die Stadt überhaupt nicht mehr ein“.  Bei diesen hätte es eine noch höhere Lärmebelästigung durch Abbremsen und Anfahren gegeben. Außerdem gebe es zum Beispiel beim Rettungs- und Winterdienst große Probleme, über diese zu fahren.




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