Nun ist da gar nichts mehr

Nun ist da gar nichts mehr

The Times They Are a-Changin„, sang Bob Dylan im Jahr 1964, als weder er, noch andere Menschen an städtebauliche Großmaßnahmen wie dem Ostwestfalendamm (OWD) und andere unfassbare Sanierungsprojekte in Bielefeld dachten (schon gar nicht Bob Dylan selbst).

Doch es gab tatsächlich auch hier, im beschaulichen Ort am Teutoburger Wald, mal eine Protestkultur, die mit #Stuttgart21 aus heutiger Sicht zwar nicht mithalten, aber es dennoch ganz ohne Hashtags bewirkte, dass nicht alle Wohnhäuser dem Autowahn der 1970er und 1980er Jahre zum Opfer gefallen sind.

Hausbesetzungen und Parolen gegen die Obrigkeit standen an der Tagesordnung, während sich der Bagger für die große Straße durch das Viertel fraß. Und als dann noch das Parkhaus an der Jöllenbecker /Große Kurfürsten-Straße eröffnete, entlud sich die Wut 1983 in Graffiti mit dem Wortlaut „Ich bin mehr“ (bzw. „Ich“ laut Zeitungs-Artikel, siehe unten).

30 Jahre später hat sich die Wut erledigt. Vor zwei Jahren kamen zwei Jungs aus Saarbrücken (Traeshic), die ebenfalls einen Hubwagen bedienten und reichlich cooles Zeugs an die Wand machten.

Und das ist in der Gegenüberstellung der Bilder einfach unfassbar. Bob Dylans Antwort wird erwartet.

Siehe auch:
Kulturblüten im Parkbeton

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