Neu am Eck: Suutje

Neu am Eck: Suutje

Lange dachte die Nachbarschaft: „Was passiert denn dort drüben, wo das Café Altro war?“ Über ein halbes Jahr dachte sie das, jetzt hat es wieder auf. Seit Dienstag, 14. Juli, heißt das Lokal an der Siegfriedstraße 11 „Suutje“ und hat mit neuen Inhabern, neuem Konzept und neuer Einrichtung geöffnet.

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Friederike Oltmanns und Sebastian Reinecke heißen die jungen Inhaber, die die lange Umbauphase auf sich genommen haben. Mit Gastronomie haben sie bereits Erfahrung, denn sie führen schon das „Pavot“ in Halle erfolgreich in der dritten Saison.

Das vorige Café Altro war an den Bioladen Emma nebenan angeschlossen. „Doch beide Sachen auf einmal mit vollem Einsatz zu betreiben war nicht möglich, da wir uns lieber auf den Bioladen konzentrieren wollten“, sagt dessen Geschäftsführer Elmar Hohlfeld.

Viele Umbauten notwendig gewesen

_MG_7014aUnd um das Eckcafé eigenständig zu machen, waren viele Umbaumaßnahmen nötig – auch um es den Behörden Recht zu machen. „Im Keller musste der Boden quasi komplett aufgebrochen und erneuert werden für neue Leitungen, Toiletten mussten gebaut werden, eine neue Küche herein und so weiter, und so fort“, erzählt Sebastian.

Doch jetzt steht alles. Und im „Suutje“ soll es fortan eine Ganztagesgastronomie geben: Vom Frühstück mit selbstgemachtem Müsli über ein anständiges Mittagessen bis hin zu Kaffee und Kuchen könne man sich dort den ganzen Tag vertreiben. Bei den Zutaten ließen sie sich von der Heimat inspirieren. „Der Kaffee wird in Bielefeld geröstet, das Brot kommt aus Borgholzhausen,…und die Eier haben wir auch schon im Hühnerstall betrachtet“, sagt Sebastian. „Wir legen Wert darauf zu wissen, was wir verwenden.“

Der regionale Bezug macht auch vor der neuen Einrichtung nicht Halt. Sebastians Schwiegerpapa hat lange gebraucht, um draußen die neuen Bänke und die Steh-Theke mit Blick auf den Siggi zu zimmern. Und für den Innenbereich verwendete er nicht mehr länger benötigtes Holz aus dem Dachstuhl eines nicht weit entfernten Fachwerkhauses.

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In einen Teil der Karte kiebizt.

Omas Plattdeutsch gab den Namen

Für den Namen (Suutje spricht sich mit einem „dsch“ anstelle des „tj“) hätte ihn seine ausschließlich Plattdeutsch sprechende und im Hamburger Raum beheimatete Oma inspiriert. „Ümmer suutje blieven, ja nix överdrieven“. Das hieße so viel wie „Immer schön mit Bedacht, nichts übereilen“.

Unterstützung erhalten die beiden – die immerhin noch ihr Lokal in Halle bewirtschaften – von Ina Husmann und Nele Feldmann. Und beide haben auch schon die ein oder andere Gastronomieerfahrung in Bielefeld sammeln dürfen.

Geöffnet ist von Dienstag bis Samstag, jeweils von 10 bis 19 Uhr. Künftig gibt es auch noch mehr Infos unter alles-suutje.de.

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