Den Sinn in Bewegung setzen

Den Sinn in Bewegung setzen

Die Ausstellung „Plakartive“ unter dem Ostwestfalendamm war von Anfang an und ausdrücklich als Kunst im öffentlichen Raum für Interaktion zu haben. Da nimmt es nicht Wunder, wenn ausgerechnet zusätzliche Botschaften ein Plakat des Initiators – Professor Uwe Göbel – wohlwollend zur Kenntnis genommen werden und darauf bleiben dürfen.

Faschismus, Kommunismus, Sozialismus und Demokratie listete Göbel auf seinem Plakat auf. Ideologien und Denksysteme, durchgestrichen und überholt, so suggeriert es das Werk. Bis auf eine Ausnahme, dem Kapitalismus, mit seinen Wortbestandteilen Kapital – is – mus – untereinander geschrieben.

Und genau das rief offenbar einen (oder mehrere) kreative Schreiber auf den Plan. So wurde aus dem Kapital der „KapitäN“, aus dem „is“ der – nicht erschrecken – „Penis“ und aus dem „mus“ wurde einfach mal der „Apfelmus“. Dahinter wurde noch ein (Orga[]) nachgefügt.

Uwe Göbel hatte es extra nicht wieder neu überkleben lassen, weil er es lustig fand. „Es ist kein dummes Überschmieren und Signieren, sondern ein Versuch, mit Fantasie frei umzugehen nach dem Motto Leonardo da Vincis: “ Der Gegenstand setzt den Sinn in Bewegung!“ “

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