Danke für die Vergesslichkeit

Danke für die Vergesslichkeit

Ein großes Hurra auf Station 8. Das Desperado kam mit Geschenken in’s Kinderkrankenhaus in Bethel. Fünf DVD-Player und zwei tragbare DVD-Stationen brachte Joe Welke in die Onkologieabteilung mit. Geräte, die aus der Entrümpelungsauktion im Januar finanziert wurden.

Rund 300 Euro sind bei der Versteigerung zusammen gekommen. Jacken, Schals, T-Shirts – alles, was die Kundschaft der Eckkneipe an der Arndtstraße im Laufe der Zeit dort vergessen hatte, ist dabei unter den Hammer gekommen. Und nicht nur das: „Einer unserer Gäste hatte sogar sich selbst und seine handwerklichen Fähigkeiten versteigert“, sagte Joe.

Mit dem Geld ist Miteigentümer Mike Rüschoff dann zu Saturn gegangen. Da gab es dann für den guten Zweck noch einmal ein bisschen Rabatt. Die pflegerische Leiterin der Krebsabteilung, Birgit Teske, freute sich bei der Übergabe für alle kleinen Patienten mit. Eine perfekte Anschaffung. Die bisherigen Geräte würde alle nicht mehr funktionieren.

Die Idee für die Spende kam der Desperado-Mitarbeiterin Mirjam Lindemeyer bei einem dortigen Besuch. Da habe sie mitbekommen, „was den Kids so fehlt“. Oft seien die Kinder in ihren Doppelzimmern bei der TV-Berieselung dem Programm ausgesetzt gewesen. Nun können sie sich ihre Ablenkung besser aussuchen. An Kopfhörer hatten sie zunächst auch gedacht. Die seien aber zu ihrer Überraschung nicht gestattet. „Die Gehörgänge sind offenbar nach gewissen Chemotherapien zu sensibel dafür“, so Lindemeyer.

Ein angenehmerer Alltag für schwerkranke Kinder. Da kann den Gästen des Desperados nur ein Dank ausgesprochen werden. Für die Vergesslichkeit. Und für das Ersteigern.

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