"Bingo!"

„Bingo!“

Wehe, jemand ruft versehentlich „Bingo!“, wenn die Reihe noch nicht voll ist. Dann heißt es nämlich Lokalrunde auf Kosten des irrenden Schreihalses. Im erst kürzlich gegründeten „Cutie“ am Parkhaus Jöllenbecker Straße sehen Bingo-Abende ganz anders aus, als es das Klischee glauben lässt. Da läuft im Hintergrund schon einmal „Motörhead“ aus den Lautsprechern, während vorne die Zahlen bekannt gegeben werden.

Mittwochabends ab 20 Uhr füllt sich die Hütte und an den Tischen verteilen sich die zahlenverliebten Youngster mit ihren Bingo-Karten. Milena rührt die Trommel und verliest die Ziffern. Hat man selbst einmal nichts zum Ankreuzen, guckt man den Nachbarn neugierig über die Schultern. So entstehen Gespräche, besonders dann, wenn jemand gleich drei oder mehr dieser Karten für je 50 Cent erworben hat.

Eine Zahlen-Reihe ist schnell voll. Für einen korrekten Bingo-Ruf hat Milena heute einen Schnaps parat. Apfelkorn – „den guten“. Und da kommt es auch schon einmal vor, dass gleich drei junge Damen gleichzeitig vorne stehen und sich ihren Gewinn abholen können.

Der große Gewinn ist aber der „Pott“, heißt: Für einen Super-Bingo (zwei komplette Zahlenreihen auf einer Karte) gibt es das gesamte Geld, das für die laufende Runde an Karten verkauft wurde. Das können schon einmal 20 Euro sein. Und gleich darauf geht es weiter in den nächsten Lauf.

Und falls jemand mal so gar kein Glück haben sollte, für den hat der Inhaber auch ein paar Trostpreise zur Hand – besorgt in der benachbarten Recyclingbörse.

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