Bestattungshaus statt Kneipe

Bestattungshaus statt Kneipe

Neubau auf dem „Jordan“-Grundstück an der Siechenmarschstraße, Ecke Stapenhorststraße

„Besitzer Jordan seit 1889“ war bis zuletzt am Haus an der Siechenmarschstraße 2, Ecke Stapenhorststraße zu lesen. Doch das grüne Gebäude, in dem mehr als ein Jahrhundert die Gaststätte Jordan betrieben wurde, steht nicht mehr. Neuer Eigentümer des Grundstücks ist Udo Heiler, Mitinhaber des Ummelner Unternehmens „Heiler Sport“. Das bisherige Gebäude war deutlich kleiner als die angrenzenden.

Ein Neubau müsse aus baurechtlichen Gründen einen Lückenschluss zum Nachbargebäude Stapenhorststraße 40 aufweisen, erklärt Heiler. Und außerdem in der Höhe zu den anderen aufschließen. Vier Geschosse plus Dachgeschoss sind geplant. Heilers Frau Ute, geprüfte Bestatterin und Trauerbegleiterin, wird sich in den unteren Stockwerken mit einem Bestattungsunternehmen selbstständig machen.

Das Gebäude wurde innerhalb weniger Tage abgebrochen. „Aber alleine für den Rohbau benötigen wir wahrscheinlich etwa sechs Monate“, sagt Heiler. Die lange Straßensperrung sei nicht so glücklich. „Aber immerhin bleiben Rad- und Fußweg erhalten.“

Interessant sei es, wie viel Interesse die Nachbarschaft dem Bauvorhaben entgegenbringe. „Ich muss jedes Mal, wenn ich dort bin, Fragen beantworten“, erklärt Heiler. Die zuletzt von „Ecki“ Twellmeier betriebene Kneipe war wegen seiner freitäglichen Kickerabende ein Geheimtipp. Es gäbe Nachbarn, die sich bereits das ein oder andere Erinnerungsstück, zum Beispiel eine Leuchtreklame, gesichert haben.

„Wir machen uns viele Gedanken, wie wir die Fassade des Neubaus schöner gestalten können“, sagt der neue Eigentümer. Aber er müsse auch an Wärmeschutz und Sicherheit denken. Heiler sagt: „Da müssen wir aufpassen, dass es nicht zur Karikatur der älteren Häuser wird.“

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