Amt prüft Maßnahmen gegen Raserei

Amt prüft Maßnahmen gegen Raserei

Nicht nur in unseren Kommentaren, auch in der letzten Sitzung der Bezirksvetretung Mitte haben Anwohner vorgebracht, dass nun in der Rolandstraße deutlich über dem Tempolimit von 30 km/h gefahren werde. Die neuen Parkregelungen, wonach dort nur einseitig Autos abgestellt werden dürfen, ließen mehr Platz zum Rasen zu.

Und die Fraktion Die Linke beantragte daraufhin, die Verwaltung solle prüfen, mit welchen Maßnahmen dem beizukommen sei. Tatsächlich wurde dieser Antrag – mit fünf Enthaltungen – auch angenommen, dass heißt, die Stadt muss nun ran an das Problem. Friedrich Straetmanns von den Linken – ebenfalls Anwohner der Rolandstraße – weiß, dass hier Gefahren liegen, insbesondere weil die Straßen als Schulwege genutzt werden. Und da er beobachtet hat, dass viele Autofahrer das Viertel für Schleichwege zwischen Stapenhorst- und Jöllenbecker Straße nutzen, schlägt er sogar Bodenschwellen vor.

„Wildwest-Zustände“

Matthias Löseke von den Grünen bezeichnet die Fahrweisen sogar als „Wildwest-Zustände“. Nicht nur werde die zulässige Geschwindigkeit überschritten, sondern auch Vorfahrtsregeln für Radfahrer sehr häufig missachtet. Den Wegfall zahlreicher Parkplätze hält Löseke nicht für eine „Ignoranz der Lokalpolitiker in Mitte gegenüber der Parkplatznot im Bielefelder Westen, sondern vielmehr für die alternativlose Umsetzung einer Gesetzesvorschrift für die notwendige Einsatzfähigkeit von Rettungsfahrzeugen“. Doch hätte das dazu geführt, dass „entgegenkommende PKWs ihre Weiterfahrt dadurch fortsetzen, indem sie beidseitig über die abgesenkten Bürgersteige der Rolandstraße fahren“. Veronika Rosenbohm von der SPD bestätigt, dort diese „wilde“ Fahrerei über die Gehwege bei einem Besuch beobachtet zu haben.

Auf diese Weise würden viele Verkehrsteilnehmer, insbesondere aber Schulwegkinder, Mütter und Väter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer auf den Gehwegen massiv gefährdet. Daher spreche sich Löseke als Vater und Kommunalpolitiker dafür aus, „dass die Gehwege der Rolandstraße zum Beispiel durch Poller oder Bremsschwellen zusätzlich gesichert werden“.

 

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