7.000 Euro für die "Smeura"

7.000 Euro für die „Smeura“

Gebelle und Geschnupper – eine größere Dichte an Vierbeinern hatte es in der letzten Zeit in Bielefeld kaum gegeben. Der Verein „Tierhilfe Hoffnung“ hatte am Sonntag zum „Fest für Tiere“ ins Bauernhausmuseum eingeladen. Und viele Hunde ließen es sich nicht nehmen, zu kommen und ihre Besitzer an der Leine mitzubringen.

Bielefelds berühmtester Golden Retriever ließ sich entschuldigen. „Aber Monty lässt schöne Grüße ausrichten“, sagte

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Die Veranstalter-Crew mit Oberbürgermeister.

sein Herrchen und Oberbürgermeister Pit Clausen. Monty wäre bei einem Anlass wie diesem viel zu aufgeregt. Dabei wollte Clausen doch ein paar ruhige Worte sagen. „In unseren Breiten ist es selbstverständlich, Hunde pfleglich zu behandeln“. In anderen Ländern – wie zum Beispiel Rumänien – sei das nicht so.

Zweck des Festes war die Unterstützung für das weltgrößte Tierheim in Rumänien, der „Smeura“ nahe der Stadt Pitesti. Dort unterhält der Verein „Tierhilfe Hoffnung“ eine ehemalige Fuchsfarm, um mittlerweile rund 4.800 Straßenhunden einen Unterschlupf zu bieten – vor dem seitens des rumänischen Staats (und teilweise mit EU-Geldern) prämierten Fang oder gar der Tötung. „Wir versuchen, Hunde ins sichere Ausland zu vermitteln. Aber das beste wäre eine flächendeckende Kastration“, sagte Matthias Schmidt, erster Vorsitzender des Vereins.

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Das Tierheim Gütersloh vermittelt Smeura-Hunde.

Um möglichst viele Spenden zu sammeln, hatten sich einige Bielefelder Vereinsmitglieder einiges einfallen lassen. Es gab eine Tombola, einen Mischlingshunde-Wettbewerb, Stände mit vegetarischen Gerichten und der Fotograf Huib Rutten warb mit Kurzfilm-Vorstellungen für den Erwerb seines mittlerweile zweiten Fotobands „Imparati“ (rumän.: „Könige“).

Eine besondere Freude bereitete den Organisatoren die Anwesenheit von Marin Luca, einem Pflege-Mitarbeiter aus der Smeura, und dessen Ehefrau Aurelia. Obwohl Marin das erste Mal in seinem Leben geflogen war und das gar nicht leiden konnte, hielt ihn das nicht davon ab, viele spannende – und leider auch traurige – Geschichten aus dem Tierheim-Alltag zu erzählen.

So kamen am Ende rund 7.000 Euro für den Betrieb der „Smeura“ zusammen. Und der dreibeinige Mischlingsrüde „Pizza“, den Schmidt mitgebracht hatte, fand ebenfalls einen neuen Liebhaber und Besitzer.

Weitere Infos und Spendenmöglichkeiten: www.tierhilfe-hoffnung.com

Bilder vom Tierfest:


(für Bielefelds Westliche)

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