1.065,60 Euro für Estelí ersteigert

1.065,60 Euro für Estelí ersteigert

„Alles geile Ware,“ würde man im Sonderpostenmarkt sagen. So kommentierte Auktionator Christian Presch die Rekordeinlieferungen an ungeliebten Weihnachtsgeschenken, die am Samstag bei der mittlerweile 18. Weihnachtsgeschenke-Wichtelauktion unter den Hammer kamen. Die Tische im Saal der Heilsarmee bogen sich unter der Last. „Es ist soviel Zeug, dass jeder hier mindestens zwei Dinge ersteigern muss“.

Die Einnahmen der diesjährigen Versteigerung sollten der Städtepartnerschaft Bielefelds zu Estelí in Nicaragua zu

Die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann mit ihren Errungenschaften.

Die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann mit ihren Errungenschaften.

Gute kommen. Reinhard Jenke vom koordinierenden Dritte-Welt-Haus bedankte sich gleich zu Beginn und stellte seine Kraft für das Verteilen der Exponate und Einsammeln der Erlöse zur Verfügung. Und das erwies sich mitunter als nicht einfach: Der gute Zweck und Preschs gewohnt unterhaltsame Art, die Ware an Frau und Mann zu bringen, zog wie schon in den Jahren zuvor ein großes und interessiertes Publikum in den Saal der Heilsarmee.

Zum Ersten zum Zweiten, zum Dritten. Für die gute Sache schwang Christian Presch den Autkionshammer schnell. „Seien sie vorsichtig mit kleinen Handbewegungen, ich bin da gnadenlos,“ hatte er vorab gewarnt. So kam es, dass sogar der Fotograf des Westfalen-Blatts für das Heben seines Blitzgeräts beinahe etwas ersteigerte. Stattdessen ging die rechteckige, hölzerne Spardose ‚in Form‘ einer Kuh für einen Euro an die Grünen-Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann.

„Ich kann nix dafür“

Wie sich wieder einmal zeigte, war der Westen sowohl im Schenken als auch im Weitergeben kreativ. Ein seltsames Stofftier auf einem hölzernen Schlitten – so etwas will man unter dem Weihnachtsbaum gesehen haben. „Ich kann nix dafür,“ kommentierte es Presch. Doch es ging in Ein-Euro-Schritten für ganze elf davon weg.

Offenbar war es der Zweck, der die Preise in die Höhe trieb. So ging zum Beispiel ein Exemplar von Uwe Schmales Bielefeld-Kalender für ebenfalls 11 Euro über den Tisch – obwohl dieser neu für 9,95 Euro bei den Stadtwerken zu haben ist. Presch kennt seine Pappenheimer und Stammkundinnen im Publikum. So konnte er auch bei dem ihm angezeigten Geboten beurteilen, „dass sich der Westen um eine Saftkanne kloppt“. Und selbst die ging für 14 Euro weg.

Gerade die Kuriosita unter den feilgebotenen Gegenständen taten es der Bieterschaft an. Pommesgabeln aus Edelstahl (!) und Pommesschalen aus Porzellan gingen für 17 Euro über den Tisch. Die weihnachtlichen Pärchen-Handschuhe aus der Rubrik „Wo wäre die Welt, wenn es diese Produkte nicht gebe“ für immerhin 11 Euro. Und dann war da noch das „Kapitalistenschwein“, der „Bier-Pingpong“ die Glasfaserlampe und ach,… viel zu viel.

Am Ende der zweieinhalbstündigen Auktion kamen sage und schreibe 1.065,60 Euro für Estelí zusammen. Das dürfte einer der höchsten Beträge in der Geschichte der Wichtelauktionen sein. Respekt und Danke an die Bieterinnen und Bieter.

Was es sonst noch so zu ersteigern gab, sehen Sie selbst:

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